Ein Blogwichtel-Gastbeitrag: Verkleiden – leichter gemacht

Das Netzwerk Texttreff veranstaltet dieses Jahr ein „Blogwichteln“: Eine Textine schreibt einen Blogbeitrag für eine andere, die wiederum schreibt für eine dritte usw. Ich freue mich sehr, dass Constanze Hacke für mein Halloween-Blog aus ihrem Erfahrungsschatz rund um das Thema Verkleidung schöpft:

Verkleiden – leichter gemacht

Schon in meiner Kindheit habe ich es geliebt, mich zu verkleiden. Da selbige noch in die Zeit der Burda-Schnittmuster fiel, wurde bei uns zu den jährlichen Anlässen des Verkleidens – sprich zu Karneval und Kindergeburtstagen – nicht neu gekauft, sondern genäht, geklebt und getuckert. Meine Mutter war – im Gegensatz zu mir – in dieser Art des textilen Gestaltens sehr begabt und so besaßen wir schon bald eine Vielfalt an Kostüm-Auswahl: über Meerjungfrauen, Indianermädchen, Mary Poppins, Mickey Mouse bis hin zur Antje aus Holland. Sämtliche Kostüme wurden samt Perücken und anderen Accessoires in alten Koffern verwahrt und jedes Jahr aufs Neue kombiniert.

Leider hat an diesen Koffern der Zahn der Zeit ordentlich genagt und inzwischen jedes dieser fantasievollen und von mir heißgeliebten Stücke zerbissen. Karneval und Verkleiden gehören bei uns aber immer noch mindestens einmal im Jahr zum Repertoire – naja, streng genommen nur im rheinischen Teil der Familie, zu dem bei uns nur die weiblichen Familienmitglieder gehören. Genau wie früher bei uns daheim kostümieren sich also Mutter und Tochter. Letztere findet das nicht nur an Karneval toll, sondern auch zu anderen Anlässen, etwa wenn der eigene Geburtstag oder das alljährliche Krippenspiel ansteht. Verkleidung

Das Problem: Es gibt zwar gerade in Karnevalshochburgen wie Köln viele spezialisierte Geschäfte, in denen jedes auch nur denkbare Kostüm in Komplettausstattung käuflich erworben werden kann. Aber das wird auf Dauer ziemlich teuer.

Denn Kinder wachsen erfahrungsgemäß immer dann am schnellsten, wenn man Kleidung aus dem vergangenen Jahr zum Einsatz bringen will. Also muss jedes Jahr etwas Neues her, wenn es nicht oben zu eng und unten zu kurz sein soll.

In diesem Jahr habe ich dann eine Entdeckung gemacht, die der optimale Mittelweg für verkleidungsgeplagte Mütter ist: die Partykiste zum Ausleihen. Je nach Anbieter (z.B. kinderparty-onlineshop.de) liegen die Kosten dafür zwischen 35 und 60 Euro, abhängig davon, was alles drin ist. Das Prinzip ist einfach: Man sucht sich ein bestimmtes Party-Motto aus, zum Beispiel Unterwasserwelt oder Zirkus, gibt an, wie viel Gäste kommen und wie alt sie sind und klärt dann, ob zum gewünschten Termin die Kiste zu haben ist. Die Kiste kommt einige Tage vor dem Fest – ausgestattet nicht nur mit Kostümen, sondern auch mit Spielen, Dekoration für Tisch und Räume oder Bastelanleitungen. Danach heißt es einfach nur waschen und wieder auf die Post geben, fertig ist die perfekte Party.

Mein Fazit: Da ich immer noch nicht unter die Selbstnäherinnen gegangen und im Kindergarten froh um jede Bastelschablone bin, ist das für mich zumindest für Feiern daheim eine gute Ergänzung. Die Verkleidung zu Karneval können wir hiermit aber wohl nicht bestreiten – dazu ist sie in jeder Session zu häufig im Einsatz…

 

 

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